3 Apps für die perfekte Fahrradtour

Ich liebe Fahrradfahren, doch leider stelle ich immer wieder fest, dass ich mein Fahrrad eigentlich nur nutze, um von A nach B zu kommen oder um ein paar Runden ums Tempelhofer Feld zu drehen?

Wieso nicht gleich eine Strecke wählen, die gleich lang und dafür abwechslungsreicher ist? Über die Antwort muss ich nicht lange nachdenken. Die Faulheit siegt, wenn ich darüber nachdenke, eine Karte aufschlagen und mir einen eigene Route einfallen lassen zu müssen. Zum Glück leben wir im 21. Jahrhundert und es gibt zahlreiche Apps, die diese Arbeit für mich übernehmen. Hier findest du meine drei Favoriten, die es wirklich die dir abwechslungsreiche Routen mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden und unterschiedlicher Dauer vorschlagen.  

Komoot bietet sehr übersichtlich Fahrradtouren und Wanderungen in der Region deiner Wahl für das Fahrrad deiner Wahl an. Das Besondere: neben Kilometeranzahl und Zeitangaben finden sich zu jeder Tour Beschreibungen der Wegbeschaffenheit und Erfahrungsberichte mit Bildern zu jedem Streckenabschnitt.
Wenn du dich für eine Tour entschieden hast, kannst du sie in deinem Profil speichern und zu einer beliebigen Zeit auswählen und starten. Ganz einfach lassen sich auch Touren selbst erstellen. Leider ist nur eine Region pro Nutzer frei verfügbar, alle anderen müssen für den einmaligen Preis von 19,99 Euro freigeschaltet werden. Zurückgelegte Strecken werden im Profil gespeichert.

Komoot

Bike Citizens

Bike Citizens ist ursprünglich ein Magazin und ein Blog über urbane Rad Kultur. In ihrer App lassen dich aber auch Touren planen und gefahrene Radtouren von anderen Fahrern ausprobieren. Jede Stadt verfügt über ein eigenes Paket an Karten und Radtouren in denen auch Sehenswürdigkeiten markiert und beschrieben sind. Leider ist der Aufbau der App und das Angebot der Radtouren nicht ganz so übersichtlich wie bei Komoot, so können Touren im vorhinein nicht geplant und gespeichert werden und es sind auch keine Erfahrungsberichte zu lesen.
Die einzelnen Städte Pakete können entweder käuflich erworben werden, oder - das ist mein Highlight - durch zurückgelegte 100 km in 30 Tagen über die App frei geradelt werden. Außerdem bekommt man neim Kauf einer Finn Handyhalterung einen Gutschein für ein Städtepaket dazu.

Strava

Strava ist eine App, die (jedenfalls bei unseren Kurieren) hauptsächlich zum Aufzeichnen von Aktivitäten und Speichern gefahrener Routen dient. Besonders cool ist, dass jede Strecke in Segmente unterteilt ist. Wenn du sie fährst wirst du automatisch mit allen anderen verglichen, die zuvor schon diesen Abschnitt gefahren sind und kannst Trophäen für besondere Leistungen erhalten.
Tatsächlich gibt es aber auch unter der Rubrik "Local Guides" gespeicherte und empfohlene Fahrradtouren in verschiedenen Städten. Von Albuquerque bis Zürich sind sehr übersichtlich einzelne Routen und besondere Stops verzeichnet. Würde ich gerne ausprobieren, aber leider lässt sich dieses Feature nur im Webbrowser finden (oder es ist zu gut versteckt).
Strava dient so also am besten zum Aufzeichnen von Touren und als Fitness Tracker.

Strava

Ich hab den Selbstversuch gemacht und mit der App, die mir am meisten zusagte (“Komoot”) eine Radtour gemacht. Geplant waren 30 km um den Müggelsee, die Fotos versprachen idyllische Radwege durch Wiesen und Wälder. Da ich allerdings angegeben habe mit dem Rennrad unterwegs zu sein, leitete mich die App meist etwas weiter über befestigte Straßen. Logisch. Nach 10 km war ich es es etwas leid, habe die Route verlassen und die über die App zu erkennenden Waldwege genutzt. War zwar am Ende nicht die geplante Route, aber die App war sehr verständlich und lies sich super bedienen. Beim nächsten Mal sollte man darauf achten, anzugeben, dass man mit einem “gewöhnlichen” Fahrrad unterwegs ist – dann macht die Route auch mehr Spaß. Nächstes Mal achte ich darauf, anzugeben ich sei mit einem „normalen“ Fahrrad unterwegs. War fast schon Frankreich-Feeling mit den Nadelbäumen ringsherum.