Wieso wir keine Fahrräder zeichnen können.

Erinnerst du dich an das letzte Mal, als du ein Fahrrad gemalt hast? Wir auch nicht mehr im Detail, aber wir können uns dran erinnern, dass es irgendwie nie so aussah wie wir wollten.
Jedoch scheint unsere Unfähigkeit ein Fahrrad zu zeichnen, jedenfalls ein funktionstüchtiges, kein Einzelphänomen zu sein!

Der italienisch-amerikanische Designer Gianluca Gimini hat 2009 angefangen, Passanten auf der Straße anzusprechen und sie zu fragen, ob sie ein Herrenfahrrad für ihn zeichnen könnten. Welche Erfahrung er dabei sammeln konnte kannst du hier nachlesen.

Über hundert Fahrradzeichnungen konnte Gimini so sammeln. Ein Teil der Befragten konnte perfekt rekapitulieren, wie ein funktionstüchtiges Rad aussieht, aber die meisten konnten sich einfach nicht erinnern.
Fast in jeder Zeichnung fehlte mindestens ein Detail, welches für die Funktionalität eines Fahrrads unabdingbar ist.

Einige dieser Zeichnungen hat er am Computer modelliert um zu zeigen, wie sie in echt aussehen würden.

Velocipedia

Was Gimini bei seinem Projekt nicht wusste: bei seiner Strategie handelt es sich um eine bekannte psychologische Methode um zu zeigen, dass unser Gehirn uns manchmal vorspielt wir wüssten etwas, dass wir eigentlich nicht wirklich wissen.

Die Kollektion der Zeichnungen sei besonders wertvoll für ihn, da ein Designer allein eine solche Varietät für ein schlichtes Herrenfahhrad nicht entwerfen könnte.

Handsignierte Prints seiner Entwürfe können in seinem Webstore erworben werden!

Webstore

In diesem Beitrag von Arte spricht Gimini über seine Liebe zu alten italienischen Fahrrädern.
Auf seiner Facebook Seite kannst du ein Making Off Video seiner Computermodelle finden.

Dokumentation