Nicolo's hilfreiche Empfehlungen: Pizza Transport

Pizza Transport

Pizza ist i.d.R. ziemlich flach. Das bedeutet, dass sie wenig Volumen und viel Oberfläche hat (im Vergleich zu einem Pott Suppe, der viel Volumen und wenig Oberfläche besitzt). Dies hat zur Folge, das sie sehr schnell auskühlt, weil sie wenig Substanz hat, die Wärme speichern kann, und eine große Oberfläche hat, die an die Umgebung Wärme abgibt.

Sobald die Pizza den Ofen verlässt, beginnt der Wettlauf gegen die Zeit. Jede Sekunde, die sie nicht gewärmt oder isoliert wird, kühlt sie weiter ab. Um sie möglichst heiß zu liefern, sollten wir sie also schnellstens verpacken, und zwar dort, wo es warm ist, und nicht draußen vor dem Restaurant – erst recht nicht bei Minusgraden!

Bei manchen Pizzen ist der Belag sehr flüssig und daher neigungs empfindlich. Achten wir also darauf, dass wir die Pizza möglichst waagerecht transportieren, damit der Belag nicht von der Pizza rutscht. Ich habe sowohl von Restaurants als auch Kunden gehört, dass einige Fahrer die Pizza senkrecht (!) in die Thermotasche stecken. Das ist höchst unprofessionell und ist zu unterlassen.

Manche Pizzakartons sind sehr weich. Wenn wir zusätzlich noch Pasta o.ä. liefern, stellen wir die Pasta besser nicht in die Mitte vom Karton, weil sich dieser sonst soweit durchbiegt, dass er mit dem Pizzabelag auf Tuchfühlung geht. Nach zehn Minuten Fahrt zum Kunden schmeckt dann die Pizza vermutlich nach Karton und der Karton nach Pizza. Also entweder die Pasta unter die Pizza (ja, geht wirklich) oder ab in eine Ecke. Wir haben ja Schaumstoff zum stabilisieren, also alles machbar.

Und eins noch: Wenn wir uns schon mit Pizza so viel Mühe geben, warum nicht gleich mit allen Lebensmitteln, ungeachtet ihrer Herkunft, Größe, Temperatur und Küche?

Sincerely, Nicolo